Das Mittelohr

Das Trommelfell wandelt die ankommenden Schallwellen in mechanische Schwingungen um. Diese werden nun durch das Mittelohr weitergeleitet. Das Mittelohr ist ein winziger, mit Luft gefüllter Raum. Er beherbergt die drei kleinsten Knochen, die sich im menschlichen Körper befinden: den Hammer (4), den Amboss (5) und den Steigbügel (6), die gemeinsam als Verbindung zwischen dem Trommelfell und dem Innenohr fungieren. Der Hammer liegt am Trommelfell an. Er leitet die Schwingungen an den Amboss weiter und der wiederum an den Steigbügel. Der Steigbügel sitzt am ovalen Fenster des Innenohrs. Durch die Hebelwirkungen der drei Gehörknöchelchen werden die Schwingungen des Trommelfells zudem noch verstärkt.

Ein weiteres Organ, das sich an das Mittelohr anschließt, ist die Eustach'sche Röhre (7), die auch Ohrtrompete genannt wird. Sie stellt eine Verbindung zum Nasen-Rachen-Raum her und gleicht den Luftdruck im Mittelohr mit dem unserer Umgebung ab. – Wenn wir schlucken oder gähnen, dann öffnet sich die Ohrtrompete. Der Luftdruck zwischen Innen und Außen wird ausgeglichen. Unser Trommelfell bleibt dadurch beweglich.

Der bekannte „Druck auf den Ohren“ entsteht, wenn kein Ausgleich zustande kommt. Das geschieht z. B. bei erheblichen Druckschwankungen, wie sie bei Start und Landung eines Flugzeugs auftreten. Mitunter wölbt sich dann das Trommelfell schmerzhaft nach außen. Schlucken oder Niesen hingegen können Linderung schaffen.